Unmut in FDP über Merkels Aussagen zu großer Koalition

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Merkel zieht Ärger der FDP auf sich (AFP, Maurizio Gambarini)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit ihren Aussagen zur Möglichkeit einer großen Koalition Unmut in der FDP und gemischte Reaktionen bei der SPD provoziert. Wenn es bei der Bundestagswahl für Schwarz-Gelb nicht reiche, habe SPD-Chef Sigmar Gabriel alle Trümpfe in der Hand, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring der "Bild am Sonntag". Das müsse die Kanzlerin bedenken. "Wer die Fortsetzung von Schwarz-Gelb will, muss FDP wählen", sagte Döring.
"Gabriel kann den Preis für eine große Koalition hochtreiben, denn er hat immer auch die Option Rot-Rot-Grün. Und das ist die erste Wahl der SPD", fügte er hinzu.
Dagegen warnte Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, seine Partei vor einem Vorab-Absage an die Konservativen. "Es ist immer ein schwerer Fehler, Koalitionen auszuschließen. Eine Regierung zu bestimmen, ist Sache der Wähler", sagte er der Zeitung.
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte in der "Hamburger Morgenpost" vom Samstag seine Ablehnung eines Regierungsbündnisses mit der Union bekräftigt: "Der weit überwiegende Teil der Mitglieder und der Mandatsträger will schlicht und ergreifend keine Wiederauflage." Seine Festlegung entspreche "der Stimmungslage in der SPD", zitierte ihn die Zeitung.
CDU-Chefin Merkel hatte in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Tür zu Schwarz-Rot offen gehalten.
 "Ich habe einmal eine große Koalition geführt, so dass ich völlig unglaubwürdig wäre, wenn ich sie ausschlösse". Es könne aber "keinen Zweifel geben, dass es für die Menschen in Deutschland besser wäre, wenn wir die christlich-liberale Koalition fortsetzen könnten", sagte die Kanzlerin.
AFP

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